Mehr zur Sendung vom 11.03.2016: Weltfrauentag

Hintergründe zur aktuellen heute-show-Sendung

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Pinke Rasierer sind teurer als blaue? Kaum Frauen in den Vorständen? Weibliche Angestellte werden immer noch schlechter bezahlt als Männer? Und wie findet es eigentlich Obama, dass Tampons als „Luxusgut“ gelten? Fröhlichen Weltfrauentag!

  • Frauenprodukte sind oft teurer als männliche Pendants – wieso eigentlich? Professorin Susanne Spintig von der Hochschule München hat dem Radiosender Bayern 2 im Interview Erklärungen geliefert. Eine davon: Viele Frauen seien sich gar nicht bewusst, dass sie mehr zahlen, weil die Händler die Produkte so in dem Laden aufstellen, dass gar kein Vergleich möglich ist.

  • Das Phänomen der „Pink Tax“, oder auch „Rosa Steuer“ hat „Puls“, das junge Programm des Bayrischen Rundfunks unter die Lupe genommen. Für deren Beitrag hat ein Chemiker diverse Drogerieprodukte untersucht. So auch ein „James Bond Deo“, das in der Frauenversion 66 Prozent mehr kostet. Der einzige Unterschied: Das weibliche 007-Produkt beinhalte zusätzlich etwas Zimtaroma.

  • Frauen bezahlen nicht nur mehr, sondern haben zum Teil auch weniger Geld in der Tasche als Männer. In Deutschland sind die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen größer als in fast allen anderen europäischen Staaten. Das teilte die Regierung auf Anfrage der Linksfraktion mit, berichtet die Deutsche Welle.

  • Zu Ungerechtigkeit gehört auch die Besteuerung von Hygieneartikeln wie Tampons. Denn in Deutschland wird zwar nur sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Toilettenpapier gezahlt, aber 19 Prozent auf Tampons, berichtet die Online-Seite „Edition F“. Ähnliches gilt auch in vielen weiteren Staaten, weshalb weltweit junge Frauen Proteste gegen die unfaire Besteuerung organisieren. Eine junge Bloggerin hat US-Präsident Obama damit konfrontieren. Die Welt hat die Debatte zusammengefasst und das Obama-Video verlinkt.

  • Wie steht es eigentlich um die Frauenquote? Von 2016 an müssen mehr als 100 deutsche Konzerne bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat eine Frauenquote von 30 Prozent sicherstellen. Außerdem müssen sich Betriebe freiwillige Zielvorgaben zur Frauenförderung im Vorstand und im obersten Management setzen. Die Konzerne können sich auch, die wenig ruhmreiche „Zielgröße Null“ setzen – davon machen einige auch Gebrauch, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Auch der Tagesspiegel nennt Beispiele.

  • Dass die Quote und die Planziele bislang nur bedingt wirken, meint die Präsidentin der Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte“ (FidAR). Der Berliner Morgenpost sagte Monika Schulz-Strelow: „Man kann trotz der gesetzlichen Vorgaben nicht von einer Trendwende sprechen.“ Die Unternehmen seien gerade in den Bereichen, wo sie sich eigene Ziele setzen sollen, nur wenig ambitioniert.

  • Seit 1. Januar gilt eine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten. Und so wird sie von den Großkonzernen erfüllt.

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    Fr
    22:30
    ZDF | 02.12.2016
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