Mehr zur Sendung vom 30.09.2016: Kinderarmut

Hintergründe zur aktuellen heute-show-Sendung: Thema Kinderarmut

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  • Viele Kinder in Deutschland sind arm – und es werden immer mehr. Der Anteil der Kinder, deren Familien auf Hartz IV angewiesen sind, ist in den vergangenen fünf Jahren gestiegen, so eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Was genau heißt Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt? Anette Stein, Expertin der Stiftung, fasst es im Gespräch mit der Deutschen Welle zusammen.

  • Was ist eigentlich aus dem ur-kapitalistischen Versprechen geworden, dass es jeder schaffen kann, wenn er sich nur richtig anstrengt? Dieser Frage ist das DeutschlandradioKultur in einem Interview mit dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratscher, nachgegangen. Er sagt: „die Chancen für ein Kind im Leben erfolgreich zu sein – das kann über Bildung sein, das kann über Beruf, das kann über Einkommen sein –, hängt immer stärker von dem der Eltern ab.“ Das ganze Interview zum Nachhören.

  • Geigenunterricht? Ballettstunden? Das ist teuer! Aber auch Kinder aus Familien mit wenig Geld, so das Anliegen der Regierung, sollen an Bildung, Kultur und Sport teilhaben. Deshalb wurde vor einigen Jahren das „Bildungs- und Teilhabepaket“ eingeführt. Echte Teilhabe armer Kinder bleibt allerdings ein frommer Wunsch. Das Politmagazin Frontal21 zeigt, welche Steine beispielsweise einer alleinerziehenden Mutter in den Weg gelegt werden.

  • Ein Schulrucksack für 30 Euro? Ein Füller für 15 Euro? Das ist für viele mittellose Familien viel zu teuer und da hilft der geringe Zuschuss durch das Bildungspaket wenig. Die NDR-Dokumentation 45 Minuten hat eine Familie begleitet, die jeden Tag darum kämpft, ihren Kindern möglichst viel zu bieten. Welche Hilfen gibt es für Familien mit geringem Einkommen überhaupt? Und reichen diese aus? Diese Fragen klärt Dorothee Beckermann, die für die Diakonie in Hannover-Land Familien berät.

  • Niedrige Einkommen durch prekäre Arbeitsverhältnisse sowie die besondere Situation von Alleinerziehenden sind laut Statistik die wichtigsten Auslöser für Kinderarmut in Deutschland. Zeit Online lässt den Armutsexperten Igor Wolansky zu Wort kommen, der das Problem so formuliert: „Politik wird heute nur noch für eine vermeintliche Mittelschicht gemacht. Menschen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, finden sich oft in dieser Politik nicht wieder und werden nicht als wahlentscheidende Zielgruppe wahrgenommen.“

  • Am 22. September debattierte der Bundestag über das Thema Kinderarmut. Dort stellte die Fraktion der Linken ihren Aktionsplan gegen Kinderarmut vor. Die Debatte und die Argumente der Parteienvertreter im Video.

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  • Er ist nicht nur vom Time Magazine zur „Person des Jahres 2016“ gewählt worden, sondern bekommt in diesem Jahr auch von der heute-show erneut einen Goldenen Vollpfosten verliehen: der neue US-Präsident Donald Trump. Im Lied zum Vollpfosten singt Carolin Kebekus: „Jede Nacht um halb eins schmeiß ich Twitter an und beweise, dass ich Shitstorm ganz alleine kann.“ Die Kollegen der britischen BBC hat die Geschichte von Trump und seinem Twitter-Account (@realdonaldtrump) in Gänze aufgezeichnet.

  • Ein weiterer Goldener Vollpfosten, dieses Mal in der Panzerknacker-Edition, geht an die Deutsche Bank, da die sich „mit jahrelanger, unermüdlicher Zockerei quasi selbst ausgeraubt hat“. Oder wie es die Kollegen von der Welt formulieren: „Das Geschäftsmodell funktioniert mehr schlecht als recht. Und die Investmentbanker – von Ackermann über viele Jahre hofiert – haben das Institut mit ihren Bonuszahlungen finanziell ausgenommen.“

  • Einen Goldenen Vollpfosten in Form eines Bausatzes bekommt in diesem Jahr der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann, „weil er authentisch ist. Und vor allem, weil man gar nicht mehr merkt, dass er bei den Grünen ist.“ Wer ist der Naturschützer aus Baden-Württemberg, der so gut mit der Autoindustrie zurecht kommt? Dieser Frage ging im November Sandra Maischberger in ihrer Talkshow nach. Dort hatte die Journalistin Kretschmann selbst sowie Bewunderer und Kritiker zu Gast.

  • Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist „postfaktisch“ das Wort des Jahres. Knapp dahinter wählte die GfdS-Jury den Begriff „Brexit“ für den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Bei uns sind die Briten mit ihrem Brexit ganz vorne mit dabei: England bekommt in diesem Jahr einen Goldenen Vollpfosten, Glückwunsch! Die BBC hat die wichtigsten Fragen zum Austritt beantwortet – etwa: Wie lange dauert es, bis England die EU wirklich verlässt?

  • Der letzte Vollpfosten geht in diesem Jahr an den EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günther Oettinger. Der Branchendienst Meedia (der auch das zugehörige Video mit Oettingers „Schlitzaugen“-Rede verlinkt), bilanziert, dass sich „Oettinger mit seiner Rede als reaktionärer Mann von gestern präsentiert habe“. Oettingers Entgleisung führe darüber hinaus auch ein tiefsitzendes Problem mit der EU vor Augen.

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  • Norbert Hofer oder Alexander Van der Bellen? Am Sonntag wird in Österreich der neue Bundespräsident gewählt. Warum ist das für uns wichtig? Der rbb hat ein Interview mit dem Wiener Journalisten Armin Thurnher geführt, der dort beschreibt, dass mittlerweile im Wählervolk „ziemlicher Überdruss“ herrsche. Außerdem auf der Seite: sieben Gründe, warum die Wahl auch über Österreich hinaus Signalcharakter hat.

  • Viel wurde darüber spekuliert, ob der Sieg Donald Trumps in den USA auch hierzulande Auswirkungen haben könnte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist der Frage für Österreich nachgegangen und hat keine eindeutige Antwort gefunden: „Hofer-Anhänger würden sich vielleicht bestärkt sehen, wenn sie auch Trump zuneigten; doch würden durch den amerikanischen Wahlausgang auch diejenigen mobilisiert, die entsetzt seien und Ähnliches für Österreich verhindern wollten.“

  • Die polarisierende Person im Wahlkampf ist sicher der FPÖ-Politiker und Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer. Der 45-jährige stellvertretende Nationalratspräsident gilt als das „freundliche Gesicht“ der rechtspopulistischen FPÖ. Polternde Auftritte sind ihm fremd. Die Wochenzeitung Falter hat die Rhetorik Hofers anhand von Videos auseinandergenommen. Der Autor beschreibt, dass Hofer verhaltenstechnische Seminare wie Rhetorik, Kommunikation, Crash-Rhetorik und Team-Design besuchte und sich danach zum Kommunikations- und Verhaltenstrainer ausbilden ließ – und wie er das im Wahlkampf nutzt.

  • Um sein Familienleben zu zeigen, lud Norbert Hofer vor kurzem ein Kamerateam in sein Domizil in Pinkafeld im Burgenland. Der Sender oe24.tv durfte nicht nur den grünen Teppich im Badezimmer und die hofersche Küche filmen, sondern ebenso das Zimmer der pubertierenden Tochter. Auch Hofers Frau kommt in dem Interview zu Wort.

  • Der den Grüne nahestehende Alexander Van der Bellen ist Hofers Gegenkandidat. Viele prominente Österreicher wie etwa der Alt-Bundespräsident Heinz Fischer unterstützen den 72-Jährigen. Doch wer ist der Mann, der es laut einem Artikel der österreichischen Zeitung Der Standard vom Mai schafft, „Windungen in der Vita so zu präsentieren, dass ihm die niemand übel nimmt“?

  • Puls 4, ein österreichischer Privatfernsehsender, hat mit beiden Präsidentschaftskandidaten lange Gespräche geführt: eins mit Norbert Hofer, das andere mit Alexander Van der Bellen.

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