Mehr zur Sendung vom 04.11.2016: Gabriel in China

Hintergründe zur aktuellen heute-show-Sendung: Thema China
(Quelle: ZDF/dpa)

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  • Die Beziehungen zwischen Deutschland und China sind traditionell eng – momentan kann das Verhältnis aber als angespannt bezeichnet werden. Das hat auch mit dem Streit um den Aachener Chip-Anlagenbauer Aixtron zu tun. Vor wenigen Tagen hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel die im September erteilte Unbedenklichkeitserklärung der Übernahme von Aixtron durch die chinesische Grand Chip Investment GmbH (GCI) widerrufen und eine erneute Prüfung des Vorhabens angekündigt. Die Geschichte dahinter erzählt die Welt.

  • Diese Woche besuchte der Wirtschaftsminister China. Seine Visite war von dem Aixtron-Übernahmestopp überschattet. Ein Eklat vor Ort wurde zwar vermieden, aber eine Serie von Gesprächsabsagen zeigte, dass die chinesischen Politiker verärgert sind. „Eine gute Partnerschaft erweist sich gerade dann, wenn man auch in schwierigen Themen miteinander klar kommt“, spielte Gabriel herunter, berichten die Kollegen von der ZDF heute.

  • Warum ist China für Deutschland ein so wichtiger Handelspartner? Der Mitteldeutsche Rundfunk schreibt: Insbesondere nach dem Ausbruch der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008 habe sich China als Konjunkturstütze der deutschen Wirtschaft erwiesen, die überdurchschnittlich stark von der chinesischen Importnachfrage profitiere.

  • China schaltet Firmen vor, um deutsche Unternehmen einfacher schlucken zu können, schreibt die Wirtschaftswoche. In den vergangenen Monaten hätten sich mehrere vermeintlich private Investoren bei deutschen Unternehmen eingekauft, unter anderem beim Roboterhersteller Kuka aus Augsburg. Doch, so die Recherchen der WiWo, stecke hinter diesen chinesischen Firmen oft der Staat. Ihre Chefs seien nicht mehr als Handlanger des Staatsbetriebs.

  • Menschenrechte sind seit jeher eins der unangenehmen Themen im Verhältnis zu China, schreiben die Journalisten der Süddeutschen Zeitung. Der Vizekanzler kam bei seinem Besuch in Peking trotzdem eineinhalb Stunden mit Dissidenten, Anwälten und kritischen Intellektuellen zusammen

  • Spiegel Online berichtete vor einiger Zeit über die „Säuberungswellen“ und Verfolgung von Menschenrechtsanwälten in China. Im Fokus der Verfolgungen stand beispielsweise, so die Autoren, die Kanzlei Fengrui, die besonders heikle Fälle angenommen hatte, zum Beispiel den des Künstlers Ai Weiwei.

  • ie China-Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet derweil, wie die chinesischen Behörden Massen an elektronischen Daten von ihren Bürgern einsammeln (Bezahlschranke) – etwa via SMS-Aufforderung. Und das alles unter dem Vorwand den Terror zu bekämpfen.

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    ZDF | 09.12.2016
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