Mehr zur Sendung vom 11.11.2016: Bundeswehr

Hintergründe zur aktuellen heute-show-Sendung: Thema Bundeswehr
(Quelle: ZDF/PA)

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  • Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wollte eigentlich alles anders machen bei der Bundeswehr und im Beschaffungswesen. Ihr neuestes Projekt steht trotzdem unter Beschuss: Das Verteidigungsministerium hat gerade fünf neue kleine Kriegsschiffe (Korvetten vom Typ K 130) bestellt. Kritiker finden die Beschaffung unsinnig, weil die Technik zum Teil veraltet ist, berichtet der Spiegel. Das Verteidigungsministerium begründet den Kauf mit den Mindestanforderungen, die die Nato an die Bundeswehr stellt.

  • Unklar ist auch die Zukunft des neuen Raketenabwehrsystems Meads (Medium Extended Air Defense System), das Insidern zufolge drei Milliarden Euro teurer werden könnte als erwartet. Die Reporter des Wirtschaftsmagazins Capital fragen sich, warum milliardenschwere Rüstungsprogramme oft im Desaster enden und notieren: „Ursula von der Leyens erstes Großprojekt Meads zeigt, wie Kungelei und verkrustete Strukturen im Apparat Rüstungsprojekte beeinflussen.“ Eine Rolle spielten dabei auch die Beratungsfirma IABG und der CSU-Abgeordnete Florian Hahn.

  • Denn nach gemeinsamen Recherchen von Report Mainz (Video-Bericht) und dem Spiegel war der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn Berichterstatter im Verteidigungsausschuss für mehrere Rüstungsvorhaben, von denen auch die IABG profitieren sollte - also die Firma, bei der er im Aufsichtsrat sitzt. Dabei sei es um Raketen des Typs „Meteor“, das Luftabwehrsystem „Meads“ sowie eine geplante europäische Kampfdrohne gegangen.

  • Die Bundeswehr soll bis 2023 deutlich wachsen. Deshalb rief Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Sommer die „Trendwende Personal“ aus. Berlin Direkt berichtete damals über das Vorhaben von der Leyens.

  • Die Bundeswehr will auch die Zielgruppe der 17- bis 25-Jährigen besser erreichen und Nachwuchs anlocken. Deshalb hat die Bundeswehr die Web-Serie „Die Rekruten“ gedreht. Autoren des Medienmagazins Zapp haben das Projekt unter die Lupe genommen und bilanzieren: „Um ein zentrales Thema machen die bereits bekannten Teile der Serie allerdings einen großen Bogen: die spezifischen Risiken des Berufsbildes Soldat.“

  • Mit unter 18 schon zur Bundeswehr? Das geht – wenn die Eltern zustimmen. Der Gebrauch von Waffen ist dabei zunächst streng auf Ausbildungszwecke beschränkt. Derzeit hat die Zahl der minderjährigen Rekruten einen neuen Höchststand seit dem Aussetzen der Wehrpflicht vor fünf Jahren erreicht. Anfang November waren 1.576 Bundeswehrangehörige noch nicht volljährig, gibt die Bundesregierung nach einer Anfrage der Linken bekannt. Die Linken wollen die Ausbildung von Minderjährigen bei der Bundeswehr stoppen. Die Linken-Politiker fragen in einer „Kleinen Anfrage“ die Regierung auch, ob es für minderjährige und junge Soldaten „speziell geschulte Ansprechpersonen“ gibt.

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  • Er ist nicht nur vom Time Magazine zur „Person des Jahres 2016“ gewählt worden, sondern bekommt in diesem Jahr auch von der heute-show erneut einen Goldenen Vollpfosten verliehen: der neue US-Präsident Donald Trump. Im Lied zum Vollpfosten singt Carolin Kebekus: „Jede Nacht um halb eins schmeiß ich Twitter an und beweise, dass ich Shitstorm ganz alleine kann.“ Die Kollegen der britischen BBC hat die Geschichte von Trump und seinem Twitter-Account (@realdonaldtrump) in Gänze aufgezeichnet.

  • Ein weiterer Goldener Vollpfosten, dieses Mal in der Panzerknacker-Edition, geht an die Deutsche Bank, da die sich „mit jahrelanger, unermüdlicher Zockerei quasi selbst ausgeraubt hat“. Oder wie es die Kollegen von der Welt formulieren: „Das Geschäftsmodell funktioniert mehr schlecht als recht. Und die Investmentbanker – von Ackermann über viele Jahre hofiert – haben das Institut mit ihren Bonuszahlungen finanziell ausgenommen.“

  • Einen Goldenen Vollpfosten in Form eines Bausatzes bekommt in diesem Jahr der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann, „weil er authentisch ist. Und vor allem, weil man gar nicht mehr merkt, dass er bei den Grünen ist.“ Wer ist der Naturschützer aus Baden-Württemberg, der so gut mit der Autoindustrie zurecht kommt? Dieser Frage ging im November Sandra Maischberger in ihrer Talkshow nach. Dort hatte die Journalistin Kretschmann selbst sowie Bewunderer und Kritiker zu Gast.

  • Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist „postfaktisch“ das Wort des Jahres. Knapp dahinter wählte die GfdS-Jury den Begriff „Brexit“ für den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Bei uns sind die Briten mit ihrem Brexit ganz vorne mit dabei: England bekommt in diesem Jahr einen Goldenen Vollpfosten, Glückwunsch! Die BBC hat die wichtigsten Fragen zum Austritt beantwortet – etwa: Wie lange dauert es, bis England die EU wirklich verlässt?

  • Der letzte Vollpfosten geht in diesem Jahr an den EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günther Oettinger. Der Branchendienst Meedia (der auch das zugehörige Video mit Oettingers „Schlitzaugen“-Rede verlinkt), bilanziert, dass sich „Oettinger mit seiner Rede als reaktionärer Mann von gestern präsentiert habe“. Oettingers Entgleisung führe darüber hinaus auch ein tiefsitzendes Problem mit der EU vor Augen.

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  • Norbert Hofer oder Alexander Van der Bellen? Am Sonntag wird in Österreich der neue Bundespräsident gewählt. Warum ist das für uns wichtig? Der rbb hat ein Interview mit dem Wiener Journalisten Armin Thurnher geführt, der dort beschreibt, dass mittlerweile im Wählervolk „ziemlicher Überdruss“ herrsche. Außerdem auf der Seite: sieben Gründe, warum die Wahl auch über Österreich hinaus Signalcharakter hat.

  • Viel wurde darüber spekuliert, ob der Sieg Donald Trumps in den USA auch hierzulande Auswirkungen haben könnte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist der Frage für Österreich nachgegangen und hat keine eindeutige Antwort gefunden: „Hofer-Anhänger würden sich vielleicht bestärkt sehen, wenn sie auch Trump zuneigten; doch würden durch den amerikanischen Wahlausgang auch diejenigen mobilisiert, die entsetzt seien und Ähnliches für Österreich verhindern wollten.“

  • Die polarisierende Person im Wahlkampf ist sicher der FPÖ-Politiker und Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer. Der 45-jährige stellvertretende Nationalratspräsident gilt als das „freundliche Gesicht“ der rechtspopulistischen FPÖ. Polternde Auftritte sind ihm fremd. Die Wochenzeitung Falter hat die Rhetorik Hofers anhand von Videos auseinandergenommen. Der Autor beschreibt, dass Hofer verhaltenstechnische Seminare wie Rhetorik, Kommunikation, Crash-Rhetorik und Team-Design besuchte und sich danach zum Kommunikations- und Verhaltenstrainer ausbilden ließ – und wie er das im Wahlkampf nutzt.

  • Um sein Familienleben zu zeigen, lud Norbert Hofer vor kurzem ein Kamerateam in sein Domizil in Pinkafeld im Burgenland. Der Sender oe24.tv durfte nicht nur den grünen Teppich im Badezimmer und die hofersche Küche filmen, sondern ebenso das Zimmer der pubertierenden Tochter. Auch Hofers Frau kommt in dem Interview zu Wort.

  • Der den Grüne nahestehende Alexander Van der Bellen ist Hofers Gegenkandidat. Viele prominente Österreicher wie etwa der Alt-Bundespräsident Heinz Fischer unterstützen den 72-Jährigen. Doch wer ist der Mann, der es laut einem Artikel der österreichischen Zeitung Der Standard vom Mai schafft, „Windungen in der Vita so zu präsentieren, dass ihm die niemand übel nimmt“?

  • Puls 4, ein österreichischer Privatfernsehsender, hat mit beiden Präsidentschaftskandidaten lange Gespräche geführt: eins mit Norbert Hofer, das andere mit Alexander Van der Bellen.

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