Mehr zur Sendung vom 18.11.2016: Türkei

Hintergründe zur aktuellen heute-show-Sendung: Thema Lage in der Türkei
(Quelle: ZDF/AP/Getty)

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  • Außenminister Steinmeier war diese Woche zu Besuch bei seinem türkischen Amtskollegen. Das Klima zwischen den beiden war äußerst angespannt. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu wetterte nach seinem Gespräch mit Steinmeier, Deutschland sei ein Zufluchtsort für PKK-Terroristen und Anhänger des „geisteskranken“ Predigers Fethullah Gülen. Seine Regierung macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Putsch im Sommer verantwortlich, berichtet tagesschau.de im Video.

  • Ein EU-Beitritt der Türkei rückt momentan in immer weitere Ferne. Die Länder scheinen sich so fern wie lange nicht. Die englischsprachige Onlinezeitung EU Observer notiert vier Gründe, warum die EU die Gespräche mit der Türkei trotzdem nicht abbrechen sollte. Einer davon: Die EU soll die demokratischen Kräfte in der Türkei nicht aufgeben, für die die Europäische Union immer noch ein wichtiger Anker ist.

  • Was treibt Erdogan an? Der Wissenschaftler Caner Aver vom Essener Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung hat sich darüber Gedanken gemacht. Er prognostiziert bei der Deutschen Welle: „Derzeit werden unter dem Deckmantel der Sicherheit und des Ausnahmezustands Strukturen und Bedingungen geschaffen, um absehbar die zweite Republik nach Atatürk auszurufen zu können.“

  • Steinmeier sprach bei seinem Besuch auch mit Abgeordneten der prokurdischen Oppositionspartei HDP, deren beide Vorsitzenden mittlerweile im Gefängnis sitzen, ebenso wie mit Politikern der oppositionellen CHP. Auch zahlreiche Journalisten sitzen in der Türkei in Haft, rund ein Dutzend von ihnen sind Kurden. Seit den Gezi-Protesten verloren hunderte Reporter wegen kritischer Berichterstattung ihren Job, schreibt die Organisation Reporter ohne Grenzen. Auf ihrer Webseite zählen sie verschiedene Fälle von türkischen Journalisten auf, bei denen sie nachweisen konnten, dass die Festnahme im direkten Zusammenhang mit der Arbeit der Journalisten stand. Eurotopics hat allgemeine Hintergründe zu türkischen Medien und deren Ausrichtung.

  • Der Journalist Can Dündar ist so etwas wie eine Symbolfigur des türkischen Widerstands geworden: Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung Cumhuriyet, inzwischen nach Deutschland geflohen, moderierte kürzlich eine Ausgabe des Kulturmagazins Aspekte mit. Die Sendung stellte in einem Beitrag unter anderem die Geschichte der türkischen Menschenrechts-Anwältin Eren Keskin vor.

  • Can Dündar sprach im aspekte-Studio auch mit Márton Gergely, dem stellvertretenden Chefredakteur der vor rund einem Monat eingestellten angesehenen ungarischen Tageszeitung Népszabadság („Volksfreiheit“). Seit Kurzem geben nun Freunde von Premier Viktor Orbán den Ton bei dem Medium an. Die österreichische Zeitung Der Standard sieht die Medienlandschaft in Ungarn neu aufgerollt. Der aktuelle Fall sei möglicherweise erst der Anfang.

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  • Er ist nicht nur vom Time Magazine zur „Person des Jahres 2016“ gewählt worden, sondern bekommt in diesem Jahr auch von der heute-show erneut einen Goldenen Vollpfosten verliehen: der neue US-Präsident Donald Trump. Im Lied zum Vollpfosten singt Carolin Kebekus: „Jede Nacht um halb eins schmeiß ich Twitter an und beweise, dass ich Shitstorm ganz alleine kann.“ Die Kollegen der britischen BBC hat die Geschichte von Trump und seinem Twitter-Account (@realdonaldtrump) in Gänze aufgezeichnet.

  • Ein weiterer Goldener Vollpfosten, dieses Mal in der Panzerknacker-Edition, geht an die Deutsche Bank, da die sich „mit jahrelanger, unermüdlicher Zockerei quasi selbst ausgeraubt hat“. Oder wie es die Kollegen von der Welt formulieren: „Das Geschäftsmodell funktioniert mehr schlecht als recht. Und die Investmentbanker – von Ackermann über viele Jahre hofiert – haben das Institut mit ihren Bonuszahlungen finanziell ausgenommen.“

  • Einen Goldenen Vollpfosten in Form eines Bausatzes bekommt in diesem Jahr der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann, „weil er authentisch ist. Und vor allem, weil man gar nicht mehr merkt, dass er bei den Grünen ist.“ Wer ist der Naturschützer aus Baden-Württemberg, der so gut mit der Autoindustrie zurecht kommt? Dieser Frage ging im November Sandra Maischberger in ihrer Talkshow nach. Dort hatte die Journalistin Kretschmann selbst sowie Bewunderer und Kritiker zu Gast.

  • Laut der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist „postfaktisch“ das Wort des Jahres. Knapp dahinter wählte die GfdS-Jury den Begriff „Brexit“ für den geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Bei uns sind die Briten mit ihrem Brexit ganz vorne mit dabei: England bekommt in diesem Jahr einen Goldenen Vollpfosten, Glückwunsch! Die BBC hat die wichtigsten Fragen zum Austritt beantwortet – etwa: Wie lange dauert es, bis England die EU wirklich verlässt?

  • Der letzte Vollpfosten geht in diesem Jahr an den EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günther Oettinger. Der Branchendienst Meedia (der auch das zugehörige Video mit Oettingers „Schlitzaugen“-Rede verlinkt), bilanziert, dass sich „Oettinger mit seiner Rede als reaktionärer Mann von gestern präsentiert habe“. Oettingers Entgleisung führe darüber hinaus auch ein tiefsitzendes Problem mit der EU vor Augen.

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  • Norbert Hofer oder Alexander Van der Bellen? Am Sonntag wird in Österreich der neue Bundespräsident gewählt. Warum ist das für uns wichtig? Der rbb hat ein Interview mit dem Wiener Journalisten Armin Thurnher geführt, der dort beschreibt, dass mittlerweile im Wählervolk „ziemlicher Überdruss“ herrsche. Außerdem auf der Seite: sieben Gründe, warum die Wahl auch über Österreich hinaus Signalcharakter hat.

  • Viel wurde darüber spekuliert, ob der Sieg Donald Trumps in den USA auch hierzulande Auswirkungen haben könnte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist der Frage für Österreich nachgegangen und hat keine eindeutige Antwort gefunden: „Hofer-Anhänger würden sich vielleicht bestärkt sehen, wenn sie auch Trump zuneigten; doch würden durch den amerikanischen Wahlausgang auch diejenigen mobilisiert, die entsetzt seien und Ähnliches für Österreich verhindern wollten.“

  • Die polarisierende Person im Wahlkampf ist sicher der FPÖ-Politiker und Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer. Der 45-jährige stellvertretende Nationalratspräsident gilt als das „freundliche Gesicht“ der rechtspopulistischen FPÖ. Polternde Auftritte sind ihm fremd. Die Wochenzeitung Falter hat die Rhetorik Hofers anhand von Videos auseinandergenommen. Der Autor beschreibt, dass Hofer verhaltenstechnische Seminare wie Rhetorik, Kommunikation, Crash-Rhetorik und Team-Design besuchte und sich danach zum Kommunikations- und Verhaltenstrainer ausbilden ließ – und wie er das im Wahlkampf nutzt.

  • Um sein Familienleben zu zeigen, lud Norbert Hofer vor kurzem ein Kamerateam in sein Domizil in Pinkafeld im Burgenland. Der Sender oe24.tv durfte nicht nur den grünen Teppich im Badezimmer und die hofersche Küche filmen, sondern ebenso das Zimmer der pubertierenden Tochter. Auch Hofers Frau kommt in dem Interview zu Wort.

  • Der den Grüne nahestehende Alexander Van der Bellen ist Hofers Gegenkandidat. Viele prominente Österreicher wie etwa der Alt-Bundespräsident Heinz Fischer unterstützen den 72-Jährigen. Doch wer ist der Mann, der es laut einem Artikel der österreichischen Zeitung Der Standard vom Mai schafft, „Windungen in der Vita so zu präsentieren, dass ihm die niemand übel nimmt“?

  • Puls 4, ein österreichischer Privatfernsehsender, hat mit beiden Präsidentschaftskandidaten lange Gespräche geführt: eins mit Norbert Hofer, das andere mit Alexander Van der Bellen.

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