Mehr zur Sendung vom 10.03.2017: Wahl in Holland

Hintergründe zur aktuellen heute-show-Sendung. Thema: Wahl in den Niederlanden

Zum Weiterlesen

  • Eine für die EU und Deutschland wegweisende Wahl steht Mitte März an: Im Nachbarland Niederlande wird ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Mark Rutte von der rechtsliberalen Partei VVD liegt in den Umfragen zwar knapp vorne, im Fokus steht jedoch die islam- und einwanderungsfeindliche Partei für die Freiheit (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders. Er hat noch Chancen, stärkste Kraft zu werden, und das könnte Signalwirkung haben für Rechtspopulisten in ganz Europa, berichtet die Welt. Aktuelle Umfragewerte finden sich auf der Webseite der Universität Leiden, Peilingwijzer (auch auf Englisch).

  • Ausgerechnet Holland! Die WDR-Reportage fragt, warum gerade in dem Land, das lange als so tolerant und offen galt, Rechtspopulisten so erfolgreich werden konnten. Unter anderem hat das mit der Figur des Rechtspopulisten Pim Fortuyn zu tun, der kurz vor den Parlamentswahlen im Jahr 2002 ermordet wurde. Er hatte den Islam als eine „rückwärtsgewandte Kultur“ bezeichnet und wollte die Grenzen für Einwanderer schließen.

  • Der Spiegel sieht Geert Wilders in der „Trump-Falle“. Offenbar werde ihm seine Nähe zu Donald Trump zum Verhängnis. Die meisten Niederländer seien längst nicht so begeistert vom neuen US-Präsidenten. Trumps radikale, chaotische Politik, seine Lügen und seine Attacken auf Justiz und Medien stießen sie ab. Auch die Washington Post spricht von Wilders als dem „Dutch Trump“ und sieht Parallelen.

  • Der Comedian Arjen Lubach macht mit seinem Format „Zondag met Lubach“ („Sonntag mit Lubach“) eine Art niederländische heute-show. Er hat sich in seiner Sendung unter anderem das Wahlprogramm von Geert Wilders vorgenommen. Das passt auf eine einzige DIN-A4-Seite. (Youtube Video mit englischen Untertiteln) Das PVV-Programm findet sich unter anderem auf Wilders Twitterprofil.

  • Das ARD-Europamagazin hat im Februar eines der seltenen Interviews mit dem Rechtspopulisten Wilders geführt. Der Politiker mit der blonden Haartolle hat sich bislang im Wahlkampf kaum blicken lassen - auch, weil er wegen seiner anti-muslimischen Statements als stark gefährdet gilt. Im Interview beschwert sich Wilders unter anderem darüber, dass die EU und frühere Politiker den Niederlanden ihre Souveränität „gestohlen“ hätten.

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